Kundenlastenheft

Die Grundlage für die Gestaltung einer Lösung stellt das Kundenlastenheft dar, welches sehr detailliert die gewünschten Funktionen des Halbleiterchips beschreibt. Es ist ein erster Anhaltspunkt für Art und Umfang der Entwicklungsarbeiten.

Die Entwicklungsingenieure, auch Designer genannt, werten dieses Lastenheft genau aus: Auf Basis dieses Lastenhefts wird ein Angebot kalkuliert, welches dem Kunden einen Überblick über die Entwicklungs- und Produktionskosten für die Serien-ASICs gibt. Hierin sind bereits jährliche Preisnachlässe und volumenbezogene Abschläge vorgesehen, so dass für alle Parteien die Kosten transparent sind.

Ist ein Entwicklungsvertrag geschlossen, startet das Projekt. Ein Entwicklungsprojektteam und ein Qualitätsplanungsteam erarbeiten auf Basis des Kundenlastenheftes ein Erzeugnispflichtenheft. Ein detaillierter Terminplan und ausführliche Designdokumentation vervollständigen die qualitätsrelevanten Dokumente. Diese Dokumente begleiten fortan die Entwicklung des Halbleiterbausteins, welche sich direkt an dem Erzeugnispflichtenheft orientieren. Der Kunde kann jederzeit vom Projektleiter Einblick in die Dokumentation erhalten und ist somit stets auf dem letzten Stand der Dinge.

Nun müssen die Anforderungen an den Halbleiterchip analysiert und in einzelne Funktionseinheiten zerlegt werden. In der Regel dienen diese groben Schaltungsblöcke als Grundlage für eine Strukturbeschreibung, die die Anforderungen an die Schaltung veranschaulicht.